Angst, nicht gut genug zu sein

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Wisst, ihr, was mich richtig nervt?! Mich nervt so sehr, das wir Frauen uns viel zu oft selbst unterschätzen. Warum können wir uns nicht einfach so sehen, wie wir wirklich sind. Warum dauert das manchmal ein halbes Leben, bis wir erst erkennen können, wie toll wir sind?!

Angst, nicht gut genug zu sein

Die Angst, nicht gut genug zu sein hat Macht.  Viel zu viel Macht. Sie bremst uns aus und hindert uns daran, wir selbst zu sein. Angst zu haben ist per se ja nichts negatives. Angst kann ein Freund sein und uns in schwierigen Situation vor Fehlern bewahren. Sie kann uns aber auch ausbremsen. Uns hindern so zu sein wie wir eigentlich gern wären und das ist nicht in Ordnung. Denn wir alle verdienen es, so sein zu dürfen wie wir sind. Wir alle verdienen das Gefühl von: ich bin gut. Ich bin gut genug. Ich bin mehr als gut genug. Ich bin perfekt. So ein Gefühl sollten wir alle haben. Denn wenn wir uns selbst wirklich, tief aus dem Herzen unseres Selbst lieben könnten, dann wäre die Welt ein besserer Ort. Wir würden nicht andere fertig machen müssen, weil wir so mit uns selbst zufrieden sind das das gar nicht nötig wäre. Wir bräuchten keinen Haß und keine Missgunst anderen gegenüber, da wir viel zu sehr damit beschäftigt wären, uns selbst zu genießen. Das wäre was. Das wäre schön.

Doch so einfach ist es nicht. Leider.

Viel zu viele. Und ja, auch Männer kennen sicherlich das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Aber hauptsächlich sind es wir Frauen, die sich davon beeinflussen lassen. Früher dachte ich, es läge an der Erziehung. So einfach ist es aber sicher auch nicht. Die Erziehung spielt sicher eine Rolle. Die Außenwelt beeinflusst uns zudem. Aber auch eine innere Einstellung hindert uns daran, an uns selbst zu glauben. Mir fiel es auf, als ich mit Yoga begann. Auch wenn ich als Kind das Gefühl hatte, Eltern und Lehrer lassen es sich nicht nehmen, Kinder klein zu halten. So hatte sich das Gefühl von Klein fühlen im Erwachsenenalter – trotz besseren Wissens – festgesetzt. Also kann es eigentlich nicht ausschliesslich an der Erziehung liegen. Denn der Verstand weiß ja, was ich wert bin. Wie wertvoll ich mich fühle. Und trotz dieses Wissens fehlte immer noch das Gefühl von gut genug sein. Und weißt Du was? Das finde ich ätzend. Denn so muss es nicht sein. Ganz und gar nicht. Wir alle sind wertvoll. So viel mehr als gut genug. Die Frage stellt sich nämlich gar nicht, bist DU gut genug? Gut genug für was? Ja, Du bist sowas von gut genug. So was  von gut! Einfach einzigartig und wunderbar! Merk Dir das! Und lass Dir  von niemand anderem etwas anderes erzählen. Schon gar nicht von Dir selbst!

 

Sobald Du erkennst, das es Deine eigenen Gedanken sind, die Dich hemmen das Gefühl von ich bin mega cool und sowas von gut genug für alles in Deinem hübschen Kopf zu integrieren. Sobald wirst Du erkennen wie einfach es eigentlich ist und wie gut sich dieses neue Gefühl anfühlt. Probier es aus.

 

Diese einfachen Tricks helfen Dir dabei. 

 

  • Erkenne, wie Du wirklich sein willst und wie Du bist. Schließe die Augen und amte ein paar Atemzüge tief in den Bauch ein und aus. Spüre, wie Deine Gedanken sich beruhigen, da Du vollkommen auf die Atmung fokussiert bist. Nun gehe in Dich, erspüre für einen Moment, wie Du bist. Wie Du tief in Deiner Seele bist. Wie willst Du sein, wie denkst Du, bist Du wirklich? Nimm Dir vor, dass auch nach außen zu zeigen. Dich so wie Du bist, anderen zu offenbaren.
  • Vergleiche Dich nicht. Es ist egal, wie andere sind. Es ist egal, wie andere aussehen. Jeder von uns hat Stärken und Schwächen. Die Ängste von anderen kannst Du zwar nicht sehen, aber sie sind da. Nur weil es bei ihnen einfacher, schöner, leichter aussieht heißt das nicht, das es das auch ist
  • Stelle Dich jeden Morgen. Und ich meine jeden Morgen nach dem Aufstehen auf Deine Füße. Die Füße sind parallel, etwa hüft-schmal aufgestellt. Dann mache mit dem rechten Fuß einen großen Schritt nach hinten. Beuge das vordere Knie, strecke das hintere Bein. Die Hüfte zeigt nach vorne. Zieh den Bauchnabel sanft nach innen, entspanne die Schultern und den Nacken. Entspanne die Stirn und strecke die Arme über den Kopf. Der Blick geht zu den Händen. Bleibe hier und sage Dir in Gedanken 3 x hintereinander: Ich  bin gut, wie ich bin. Dann wechsle die Seite und wiederhole auf der anderen Seite. (Yoga Asana der 1. Held, falls Du Dir dazu ein Bild googeln willst)
  • Lege Dich vor dem Schlafengehen für ein paar Minuten auf eine Matte /Decke auf den Boden. Rolle ein Handtuch zu einer etwa 5-10 cm dicken Rolle zusammen und lege Dir diese Rolle unter Deine Wirbelsäule auf die Matte. Lege Dich dann auf die Rolle. Das Gesäß liegt auf dem Boden, die Wirbelsäule auf der Rolle. Kreuze die Hände /Arme vor dem Körper, als würdest Du Dich selbst umarmen. Schließe die Augen und sage Dir in Gedanken 3 x hintereinander: Ich liebe und wertschätze mich. Ich gebe auf mich Acht. Bliebe hier gern ein paar Minuten liegen. Auch hier kann es sein, das Du diese Übung wiederholen musst, um Dich damit wohlzufühlen.

Probier es aus und gib nicht gleich auf. Du bist wirklich einzigartig und ich bin mir sicher, ein wundervoller Mensch. Jeder von uns hat das Recht darauf, sich gut zu fühlen.

 

Herzlichst. Deine Sunita

 

SunitaEhlers
Hi, ich bin Sunita. Yogini, Mutter, Bloggerin und Ayurveda Lifestyle Coach aus Hamburg. Schön, das Du da bist!

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